Grip Kaross Land Rover

Land Rover experimentierte gerade mit dem Tickford in England wie der als offenes Agrarfahrzeug gedachte Land Rover, in eine geschlossenere Form zu bringen wäre, als der Karosseriebauer GRIP ins Schweden sich anschickte die selbe Aufgabe zu lösen. Der Tickford folgte dem klassischen Karosseriebau und beplankte eine Holzunterkonstruktion und heraus kam ein nicht eben moderat bepreister Pre-Station. GRIP in Schweden verfolgte konstruktiv den selben Ansatz verwendete aber die Grundversion der Land Rover und griff auf die eigene langjährige Erfahrung im LKW Kabinenbau zurück und konnte damit zumindest in Schweden eine eigene Version der frühen geschlossenen Land Rover etablieren. Funde in Neuseeland und Alaska belegen sogar den Export dieser.
Grip war ein kleines 1937 gegründetes Karosseriebauunternehmen in Västervik, Schweden mit in guten Zeiten knapp hundert Mitarbeitern. Unter recht improvisierten Bedingungen begann der eigentlich auf LKW Kabinen, Anhängerbau und Volvo-Kombiaufbauten spezialisierte Betrieb in den 1950ern auf Kundenwunsch die zumeist offenen Serie 1 mit einer isolierten Fahrerkabine für das in Schweden dann doch ab und wann frische Klima zu versehen. Informationen hierzu sind kaum verfügbar, gesicherte gleich gar nicht. Die Kabinen sind klassische Karosseriebauten ihrer Zeit, also Stahlblech über einer Holzunterkonstruktion.
Mit Erscheinen der Serie II verliert sich die Spur der bei genauerer Suche doch erstaunlich vielfältigen GRIP Land Rover Produktion. Möglicherweise war die mit der Serie II endgültig serienmäßig verfügbare Heizung und die seitens Land Rover gelungene optische Antäuschung einer Dichtung für den frostgewohnten Schweden Anlass genug sich keine wärmere Serie mehr zu wünschen.
Ob es sich um Baureihen oder Einzelanfertigungen in Serie handelt, lässt sich nicht mit Sicherheit belegen. Die meisten dokumentierten GRIP Umbauten sind SI 80″ Pickup-Umbauten. Von denen soll es je nach Quelle bis zu 50 gegeben haben. Aber es gibt auch Land Rover Serie I 107″ GRIP mit Doppelkabinen und Kastenwagen. Grip wurde später von Scania aufgekauft.

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