Land rover rare Dropouts Part 5: Highflotation 88

Für die Suche nach geeigneten Pipelinstrecken in unwegsamen, teils unkartiertem Gelände war der Land Rover seit 1948 die Wahl schlechthin. Dschungel, Wüsten, Geröllpisten und Steppen waren seine natürliche Habitat, so weit, so klar. Was aber, wenn man neben Geröll und Morast auch noch mit Eis und Schnee rechnen muss? Genau das auf Basis eines 88ers zu beantworten war die Aufgabenstellung von Shell an Richard Green von Land Rover Canada. Und er tat es, lang vor den heute üblichen Umbauten auf Monsterreifen auf Island. Unter anderem mit diesem Land Rover hat Shell Alaska für Pipelineprojekte kartiert.
Im ersten Ansatz gab es die maximale Reifendimension, die gerade eben noch in das Radhaus passte. Vielversprechend, aber noch nicht das, was man sich erhoffte. Also schnitt man die Radhäuser auf und stellte den zierlichen 88 mit ehrfurchteinflößenden 38″ Gummis auf die wahrscheinlich größten je auf einen SWB gezogenen Pellen. Servolenkung war nun keine Frage verzärtelter Großstädter mehr, die zum ersten Mal in einem echten Auto sitzend am nicht unterstützten Lenkrad zerfeln. Neben der Servounterstützung kam zudem ein pneumatisches System in den Wagen welches situationsbedingt ein Auf- und Ablassen des Reifendrucks zwischen 0,1 (!) und 2 bar ermöglichte. Die ab Werk verbaute Königwinde rundete den Umbau ab. Es ist nicht bekannt, was aus dem Fahrzeug wurde. Der Legende zu Folge soll er sich immer noch bei Shell in Alaska befinden.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.