Faksimile Wartungsaufkleber BGS / Land Rover Serie II

Diese Wartungspläne waren verbrieft bei den von Vidal & Sohn, Hamburg importierten, Serie II unter der Motorhaube zwischen den Streben angebracht. Hier eine Fundstelle in situ an der Serie IIA, ehem. Bundesgrenschutz, Import Vidal&Sohn.

Bild ©2011 Boris Hepp

Bild ©2011 Boris Hepp

Also ist er bei den wenigen zivilen Importen, vor allem aber bei den BGS Land Rovern als Standard anzunehmen. Es ist davon auszugehen, dass er so oder in ähnlicher Form bei vielen Land Rovern in den deutschsprachigen Exportländern anzutreffen gewesen sein dürfte. Die selbe Ausführung gibt es seit der Serie I in englisch, natürlich immer mit Bedacht auf die jeweilige Motorisierung und findet sich bei Rover bis zum P6. Zumindest war das der letzte Rover zu dem ich diesen Plan gefunden habe. Für den Land Rover kenne ich persönlich vier: einen für die Serie I mit 1.6l Motor, den vorliegenden für die SII/SIIA mit 2,25l Motoren in deutsch und englisch und einen englischen für einen 2.6l 109er, von dem ich nur Fragmente habe. Ich bin aber eigentlich sicher dass es noch mehr gibt. Da der 2,25er der häufigste Motor ist habe ich zunächst diesen für eine Repro-Auflage ausgewählt.

In puzzleliger Kleinarbeit habe ich die Vorlage entzerrt, entfleckt, retouchiert und wo Fehlstellen waren digital restauriert. Für ein sauberes Schriftbild wurde zuerst die Schriftfamilie bestimmt und dann der passende Schriftschnitt bestimmt. Bei der Erstellung des Faksimiles war mir besonders wichtig eine möglichst getreue Nachahmung zu schaffen. Das bedeutet es werden auch die drucktechnischen und die orthografischen Fehler bewahrt oder Vorlagengetreu neugeschaffen. Da sind zum Beispiel die Ausblutungen der Farbe. Hier galt es an Hand anderer Muster im gleichen Verfahren zunächst Alterung von Produktion zu unterscheiden. Alterungsdefekte wie blasse Farben oder Kratzer wurden behoben. Durch Referenzen und viele vorliegende Fragmente ließen sich die Originalfarben weitestgehend sicher bestimmen. Produktionsbedingte Fehler wie Überdruckungen wurden erhalten oder wo vollständig ergänzt produktionstypisch nachgeahmt.
Eigentlich müsste man den Aufkleber jetzt, nach all der Mühe im originalen Verfahren auflegen. Dafür müsste ich wohl eine Druckerei kaufen und das Verfahren wiederbeleben. Dieses Druck- und Kaschierverfahren ist leider vollständig ausgestorben. Also wird es vorbildnah mit moderner Technik umgesetzt: Dicke Trägerfolie, Vierfarbdruck mit klarer Schicht laminiert, hochklebefreudig und resistent gegen Öldämpfe und Witterungseinflüsse.
An dieser Stelle Dank an Boris und die anderen, die mir mit Vorlagen und Maßen geholfen haben.

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